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Bahn muss im Süden Mecklenburgs täglich und länderübergreifend fahren

Am Donnerstag, den 24. Juni 2021 geht es wieder auf Sonderfahrt mit dem Zug, diesmal von Meyenburg über Karow und Waren bis nach Neustrelitz. Teilnehmen werden Politikerinnen und Politiker aus dem Deutschen Bundestag, den Landtagen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, aus der Kommunalpolitik beider Länder sowie Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerinitiative Pro Schiene. Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Landtag M-V, Dr. Mignon Schwenke:

 

„Künftig muss auch die Südbahn wieder täglich fahren. Einsteigen in Schwerin oder Hagenow und austeigen in Waren oder Neustrelitz muss wieder möglich sein – ohne Umsteigen und Wechsel von Bahn und Bus. Für Züge aus Nordwestbrandenburg darf künftig Meyenburg nicht länger Endstation sein. Sie müssen über Karow weiter nach Waren und später auch wieder nach Güstrow (Priemerburg) fahren. Bahnanschluss und länderübergreifende Verbindungen sind für die Regionalentwicklung enorm wichtig – gerade auch und besonders in ländlichen und touristisch geprägten Regionen.

Die Strecken Parchim–Malchow sowie Meyenburg–Güstrow (Priemerburg) mit Karow als Bahnkreuz müssen reaktiviert werden. Nicht die Frage ob, sondern wie wir das gemeinsam schaffen, soll auch auf dieser Sonderfahrt thematisiert werden. Die Verkehrswende ist nur mit der Stärkung der Schiene für den Personen- und Güterverkehr machbar. Um gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land zu schaffen, ist die Bahn als Rückgrat zur Sicherung von Mobilität ebenfalls unverzichtbar. Die Entscheidung kann nur pro Bahn fallen. Alles andere wäre unverantwortlich gegenüber Umwelt und Natur, vor allem aber gegenüber den Menschen, die in den heute abgehängten Regionen leben oder ohne Auto Freizeit und Urlaub verbringen wollen.

Der Saisonverkehr der Südbahn ist bis 2027 gesichert – wenn auch mit kaum Zugverkehr und damit wenig Einnahmen. Ohne baldige Entscheidung, ob und wie es danach weitergeht, wird die Infrastruktur voll auf Verschleiß gefahren. Ein Unternehmen wird nicht in die Bahninfrastruktur investieren, wenn nicht klar ist, ob wieder regelmäßig Züge fahren und Einnahmen erzielt werden können. Kommunen brauchen Gewissheit, um das Bahnhofsumfeld einladend zu gestalten und für Ansiedlungen und Gäste mit Bahnanschluss zu werben. Brandenburg bereitet derzeit Neuvergaben für Regionalbahnlinien vor. Statt im Alleingang sollen beide Länder gemeinsam eine neue, länderübergreifende Verbindung schaffen. Handeln statt Abwarten – dafür soll die Sonderfahrt ein Zeichen setzen.“

Eckdaten:

11:00 Uhr     Treffen/Statements in Meyenburg

11:51 Uhr     Abfahrt Sonderfahrt nach Karow

12:30 Uhr     Treffen/Statements in Karow (einziger Zwischenhalt)

13:12 Uhr     Abfahrt ohne Zwischenhalt nach Neustrelitz

14:25 Uhr     Ankunft Neustrelitz Hauptbahnhof

Teilnehmen werden unter anderem die Fraktionsvorsitzenden der Fraktionen DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch, und im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Simone Oldenburg.

Einladende sind die 2. Vizepräsidentin des Landtags Mecklenburg-Vorpommerns und verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, sowie der verkehrspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Brandenburg, Christian Görke.

Die erste Sonderfahrt fand am 10. August 2020 von Neustrelitz aus mit einem historischen Fahrzeug des Neustrelitzer Hafenbahnvereins nach Mirow und zurück statt. Sie widmete sich ebenso der Reaktivierung von Nebenstrecken. Seinerzeit wurde verabredet, auch in diesem Jahr wieder mit einer Sonderfahrt neben zahlreicher parlamentarischer Initiativen für mehr Bahn in den Regionen einzutreten.