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Artenschutz à la CDU

Zur Pressemitteilung der artenschutzpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, „Probleme mit Wolf und Biber? Das Bundesumweltministerium verneint“ erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke:

„Wer wie Frau Schlupp behauptet,  die Bundesregierung im fernen Berlin erkennt die großen Probleme mit Wolf und Biber in M-V nicht und nun sei endlich das Land zum Handeln aufgefordert, stellt seiner eigenen, aber auch der Großen Koalition in Berlin ein Armutszeugnis aus.

Gerade der Wolf ist ein gutes Beispiel für den Artenschutz à la CDU. Die Populationsentwicklung des Wolfes wird als größte Bedrohung der Weidetierhaltung dargestellt und als Vorwand missbraucht zu fordern, Bund und Land müssten etwas gegen die seit langem prekäre Lage der Schäfer tun. Die Linksfraktion im Bundestag dagegen fordert bereits seit mehr als zehn Jahren immer wieder die Einführung einer Weidetierprämie auch für Schafe und Ziegen.

Und wer fordert, dass der Wolf dem Jagdrecht unterstellt wird, der unterschlägt, dass damit nichts am strengen Schutzstatus dieser Art geändert wird. Die Möglichkeit, Einzeltiere zu töten, die sich als Gefahr für den Menschen herausstellen oder die wiederholt Nutztiere reißen, gibt es längst. Ebenso dürfen als Ultima Ratio Biber getötet werden, wenn sie Schäden an der Infrastruktur verursachen oder die Bewirtschaftung von wertvollem Ackerland unmöglich machen. Deshalb, Frau Schlupp, sorgen Sie dafür, dass die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden. Und setzen Sie sich endlich tatsächlich für unsere Schäferinnen und Schäfer ein. Meine Kolleginnen und Kollegen tun dies in Bund und Land seit langem.“