12. Juni 2017

E-Busse fördern – Was gewollt ist, muss auch finanziert werden

Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke, fordert die Landesregierung auf, ihren Ankündigungen, die E-Mobilität in M-V voranzubringen, endlich Taten folgen zu lassen:

„Noch in der vergangenen Landtagssitzung haben SPD und CDU vollmundig beantragt (Drs. 7/528), die Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge zu verbessern. Dem Beschluss steht die Absage von Verkehrsminister Christian Pegel zur Förderung von E-Bussen für den ÖPNV in Rostock völlig entgegen. E-Mobilität gehört zu einer Verkehrswende untrennbar dazu.

Bisher sind die E-Fahrzeuge zu teuer und die Reichweite zu gering. Praktische Erfahrungen zur technischen Verbesserung und größere Serien für geringere Preise werden dringend gebraucht. Wenn der ÖPNV bei der Einführung von E-Fahrzeugen ausgebremst statt kräftig unterstützt wird, wird das Engagement der Landesregierung für eine Verkehrswende zur Farce.

Meine Fraktion sieht die Landesregierung in der Pflicht, die zusätzlichen Kosten für das E-Bus-Modellvorhaben in Rostock zu fördern. Diese sind doppelt so teuer wie Dieselbusse in der Anschaffung, punkten aber mit niedrigen Betriebs- und Wartungskosten. Über die Nutzungsdauer rechnen sie sich allemal. Der Mehrwert liegt eindeutig in weniger Umweltbelastung. Gerade in Warnemünde wären leise und schadstofffreie Busse im ÖPNV ein riesiges Plus für attraktiven Nahverkehr. Durch die vielen Gäste ist zudem damit zu rechnen, dass sich das rumspricht und sich hoffentlich viele nachahmende Kommunen finden. Was politisch gewollt ist, kann und muss auch finanziert werden.“